Exkursion bei Schnee und Eis zum Richard-Haizmann-Museum in Niebüll:

Am 13. Januar 2026 tauschten wir – der Deutsch-eA-Kurs des 13. Jahrgangs im Beruflichen Gymnasium – zusammen mit Frau Rudat das Klassenzimmer gegen die Ausstellungsräume des Richard-Haizmann-Museums in Niebüll. Im Zentrum des Interesses stand die Ausstellung „Kunst auf der Flucht“ – Bilder aus der Sammlung Edition Memoria.

Da wir uns intensiv mit Gedichten aus der Zeit des Exils 1933 – 1945 beschäftigten, wollten wir vor Ort sehen, wie Künstler damals ihre Flucht und Verfolgung verarbeitet haben. Im Mittelpunkt stand

dabei auch Richard Haizmann, der Namensgeber des Museums.

In der Ausstellung entdeckten wir in den vielen beeindruckenden Kunstwerken zahlreiche Parallelen zu den Texten, die wir im Unterricht gelesen haben. Wir sahen u.a. Bilder von Milein Cosman, die nach London flüchten musste, und Werke von Hans Tombrock. Besonders spannend war sein Werk „Selbstbildnis mit Brecht“, weil es die Verbindung zwischen Malerei und Literatur direkt zeigt.

Insgesamt zeigte der Gang durch die Ausstellung viele Zusammenhänge zwischen unserem Kursthema und den Kunstwerken. Die Kunst macht sichtbar, wie die Künstlerinnen und Künstler mit Flucht und Exil umgingen und ihre Erlebnisse verarbeiteten. Dadurch wurden Unterrichtsinhalte vertieft und um eine anschauliche emotionale Ebene ergänzt. Durch den Besuch wurde uns klar, dass die Trauer und die Hoffnungslosigkeit, die wir in der Exillyrik finden, in den Bildern dieser Künstler ein Gesicht bekommen.

Richard Haizmanns Schicksal hier in Niebüll hat uns gezeigt, dass Geschichte nicht weit weg ist, sondern auch direkt vor unserer Haustür stattfand.