Zum Ende des ersten Halbjahres unternahm der 13. Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums vom 21.-24.01.26 eine Studienfahrt nach Berlin. Ziel der Fahrt war es, politische, historische und gesellschaftliche Inhalte aus dem Unterricht durch direkte Eindrücke vor Ort zu vertiefen.
Ein erster Höhepunkt war der Besuch der Internationalen Grünen Woche am Donnerstag, auf der sich die Schülerinnen und Schüler der Fachrichtungen Ernährung, Agrarwirtschaft und Technik über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit informieren konnten. Besonders die Vielfalt der Aussteller und die internationalen Perspektiven boten spannende Einblicke. Die Hallenbereiche der verschiedenen Bundesländer mit politischen und konsumbezogenen Stände sowie die World-Tour, die sich über mehrere Hallen erstreckten, ermöglichten Einblicke in verschiedene Esskulturen und landestypische Produkte. Darüber hinaus gab es Ausstellungen und Shows mit Pferden und Nutztieren und Gartenbereiche für Haus und Hof.
Auch kulturelle und gesellschaftliche Aspekte kamen nicht zu kurz: Beim Besuch des Olympiastadions erhielten die Schülerinnen und Schüler der Fachrichtung Wirtschaft Einblicke in die Geschichte und Architektur eines der bekanntesten Sportstätten Deutschlands. Die Tour führte über die Zuschauerränge über die unterirdischen Anlagen und die Umkleidekabinen durch den Spielertunnel bis zum Sportfeld. Neben den historischen Fakten zum Bau und der dahinterstehenden Propaganda erfuhren die Teilnehmenden auch viel über die sportlichen Erfolge, die dort gefeiert wurden. Das Spionagemuseum bot anschließend zudem einen interaktiven Zugang zur Welt der Geheimdienste und spannte einen Bogen von historischen Spionagefällen über die Zeit des Kalten Krieges bis hin zu modernen Überwachungstechniken. An vielen Stationen konnten Spionagetechniken erforscht und teilweise auch getestet werden.
Politische Bildung stand beim gemeinsamen Besuch des Deutschen Bundestages am Freitag im Mittelpunkt. Neben einem Vortrag im Plenarsaal über die Geschichte des Reichstagsgebäudes, die Sitzordnung, die Funktion der Geschäftsführung und der Abläufe während der Bundestagssitzungen, erhielten die Teilnehmenden bei einem Gespräch im privateren Rahmen einen Eindruck von der parlamentarischen Arbeit und der Bedeutung demokratischer Entscheidungsprozesse. Hier hatten die Teilnehmenden auch die Gelegenheit Fragen zu stellen, die sich insbesondere mit Themen beschäftigten, die die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler berühren, wie zum Beispiel der regionalen Infrastruktur.
Ein eindrucksvoller und nachdenklich stimmender Programmpunkt war die anschließende Besichtigung der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR. Die authentischen Berichte und die historische Umgebung vermittelten die Folgen politischer Repression und die Bedeutung von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit und insbesondere die persönlichen Anekdoten der Zeitzeugen hinterließen einen tiefen Eindruck bei den Teilnehmenden.
Die Berlin-Fahrt war für den 13. Jahrgang eine abwechslungsreiche und lehrreiche Erfahrung.